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Vollfinanzierung ohne Eigenkapital - Überlegungen im Vorfeld

Posted in Baufinanzierung on Mai 28th, 2009 by mawservice – Comments Off Tags: , , , , , ,

Eine Vollfinanzierung bzw. Vollfinanzierung ohne Eigenkapital sollte niemals um jeden Preis abgeschlossen werden. Hier müssen auf jeden Fall zunächst die persönlichen Voraussetzungen geprüft werden. Meistens greifen junge Familien mit einem relativ hohen monatlichen Einkommen auf eine Vollfinanzierung zurück. Dieser Personenkreis hat in der Regel noch nicht genügend Eigenkapital für die Finanzierung des Eigenheims gebildet. Generell lässt sich feststellen, dass eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital grundsätzlich teuerer ist als eine Finanzierung, bei der ein gewisser Anteil in Form von Eigenkapital erbracht wird. Das fehlende Eigenkapital kann aber auch durch Eigenleistungen erbracht werden. Die so genannte Muskelhypothek ist gerade für handwerklich versierte Bauherren durchaus zu empfehlen. So können die anfallenden handwerklichen Arbeiten in Eigenregie ausgeführt werden. Dies verringert den gesamten Finanzierungsbedarf und ist dem Eigenkapitaleinsatz ähnlich. Faktisch wird aber kein Eigenkapital in Form von finanziellen Mitteln in die Finanzierung eingesetzt. Diese Variante ist aber auch mit Risiken verbunden. So kann beispielsweise ein Ausfall der eigenen Arbeitskraft wegen eines Unfalls oder einer Krankheit oft nicht aufgefangen werden. Dies könnte sich bedrohlich auf das gesamte Vorhaben auswirken. Eine entsprechende Versicherung sollte in diesem Fall grundsätzlich vorhanden sein. Des Weiteren müssen die finanziellen Verhältnisse auf eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital abgestimmt sein. Unproblematisch ist diese Konstellation oft in den Fällen, wenn beispielsweise umfangreiche Erbschaften erwartet werden. Dann spielt eine relativ lange Laufzeit und die Höhe der Verschuldung eine untergeordnete Bedeutung. In der Zeit bis zur Erbschaft müssen die fälligen Kreditbelastungen trotzdem tragbar sein.  Hierfür muss die Haushaltsrechnung sorgfältig aufbereitet werden. Alle Ausgaben müssen dabei auf den Prüfstand gestellt werden. Die Höhe der monatlichen Lebenshaltungskosten darf auf keinen Fall zu niedrig angesetzt werden. Vielmehr müssen hier außerordentliche Ausgaben mit einem Puffer berücksichtigt werden. Die Ausgaben sind dann von den Netto-Einnahmen abzuziehen. Mögliche Steuererstattungen können dabei nur dann berücksichtigt werden, wenn diese sicher und vor allem dauerhaft sind. Falls noch ein ausreichender Überschuss verbleibt, kann eine Baufinanzierung durchgeführt werden.