Posts Tagged ‘ Immobilienfinanzierung ’

Eile geboten: Hausbau könnte schon bald viel teurer sein

Posted in Baufinanzierung on Juni 16th, 2011 by finore – Comments Off Tags: , , , , ,

Der Bau könnte schon sehr bald viel mehr kosten als ursprünglich geplant. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich. Wer nicht drauf zahlen will, sollte nicht zu lange warten.

Wenn Bau und Bau-Nebenkosten plötzlich teurer werden und die Baufinanzierung wegen schlechterer Zinsen weniger günstig ist, könnte das für einige Bauwillige bedeuten, dass sie ihre Baupläne vorerst auf Eis legen müssen. Damit das nicht passiert, sollte man schauen, dass man möglichst bald noch zu den günstigeren Konditionen baut. Doch sollte man sich niemals hetzen lassen, denn gut Ding will bekanntlich Weile haben. Dies sind die bevorstehenden Änderungen:

Einige Bundesländer heben ihre Grunderwerb-Steuer an. Dann müssen 0,5 bis 1,5% des Kaufpreises mehr entrichtet werden als zuvor. Brandenburg, Thüringen und ab nächstem Jahr auch Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erheben 5%, den bislang höchsten Satz. Bau-Interessierte sollten darauf achten, Grundstück und Haus getrennt von einander zu kaufen. Ist etwa die Baufirma auch Verkäufer des Grundstücks, so entfällt die Grunderwerbssteuer auf des gesamten Kaufpreis. Das sollte man nach Möglichkeit verhindern.

Außerdem kostet der Grund und Boden bald mehr Geld. Auch Häuser, die zum Verkauf stehen, werden teurer. Denn laut aktuellem Bericht der Online-Ausgabe der Zeitschrift FOCUS werden die Immobilienpreise um bis zu 3% bis Ende des Jahres steigen. Da kommen einige Mehrkosten auf die Käufer zu. Und das ist wiederum Geld, das an anderer Stelle auf einem Bau wesentlich besser investiert wäre.

Wer also noch bis Jahresende das favorisierte Grundstück gekauft hat und in einem Bundesland lebt, das erst mit dem 1. Januar 2012 die Grunderwerbs-Steuer anhebt, der hat praktisch doppelt gespart.

Zusätzlich gibt es auch keine besseren Nachrichten von den Bauzinsen. Auch sie werden wieder ansteigen. Die kurze Erholungsphase dauert nicht lang, woran die Währungskrise und die Lage auf dem Anleihen-Markt in Deutschland und den USA Schuld sind. Denn Experten erwarten deswegen einen erneuten Anstieg der Bauzinsen, was die Baufinanzierung letztlich verteuert.

Vollfinanzierung ohne Eigenkapital - Überlegungen im Vorfeld

Posted in Baufinanzierung on Mai 28th, 2009 by mawservice – Comments Off Tags: , , , , , ,

Eine Vollfinanzierung bzw. Vollfinanzierung ohne Eigenkapital sollte niemals um jeden Preis abgeschlossen werden. Hier müssen auf jeden Fall zunächst die persönlichen Voraussetzungen geprüft werden. Meistens greifen junge Familien mit einem relativ hohen monatlichen Einkommen auf eine Vollfinanzierung zurück. Dieser Personenkreis hat in der Regel noch nicht genügend Eigenkapital für die Finanzierung des Eigenheims gebildet. Generell lässt sich feststellen, dass eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital grundsätzlich teuerer ist als eine Finanzierung, bei der ein gewisser Anteil in Form von Eigenkapital erbracht wird. Das fehlende Eigenkapital kann aber auch durch Eigenleistungen erbracht werden. Die so genannte Muskelhypothek ist gerade für handwerklich versierte Bauherren durchaus zu empfehlen. So können die anfallenden handwerklichen Arbeiten in Eigenregie ausgeführt werden. Dies verringert den gesamten Finanzierungsbedarf und ist dem Eigenkapitaleinsatz ähnlich. Faktisch wird aber kein Eigenkapital in Form von finanziellen Mitteln in die Finanzierung eingesetzt. Diese Variante ist aber auch mit Risiken verbunden. So kann beispielsweise ein Ausfall der eigenen Arbeitskraft wegen eines Unfalls oder einer Krankheit oft nicht aufgefangen werden. Dies könnte sich bedrohlich auf das gesamte Vorhaben auswirken. Eine entsprechende Versicherung sollte in diesem Fall grundsätzlich vorhanden sein. Des Weiteren müssen die finanziellen Verhältnisse auf eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital abgestimmt sein. Unproblematisch ist diese Konstellation oft in den Fällen, wenn beispielsweise umfangreiche Erbschaften erwartet werden. Dann spielt eine relativ lange Laufzeit und die Höhe der Verschuldung eine untergeordnete Bedeutung. In der Zeit bis zur Erbschaft müssen die fälligen Kreditbelastungen trotzdem tragbar sein.  Hierfür muss die Haushaltsrechnung sorgfältig aufbereitet werden. Alle Ausgaben müssen dabei auf den Prüfstand gestellt werden. Die Höhe der monatlichen Lebenshaltungskosten darf auf keinen Fall zu niedrig angesetzt werden. Vielmehr müssen hier außerordentliche Ausgaben mit einem Puffer berücksichtigt werden. Die Ausgaben sind dann von den Netto-Einnahmen abzuziehen. Mögliche Steuererstattungen können dabei nur dann berücksichtigt werden, wenn diese sicher und vor allem dauerhaft sind. Falls noch ein ausreichender Überschuss verbleibt, kann eine Baufinanzierung durchgeführt werden.