Private Krankenversicherung - andere Leistungen als bei den gesetzlichen
Posted in Krankenversicherung on Juli 25th, 2010 by Redaktionsdienst – Tags: PKV, Private KrankenversicherungWer kann schon selbst eine Arztrechnung bezahlen, besonders, wenn es um spezielle Behandlungen geht. Jeder benötigt die Sicherheit des Solidarprinzips, daß Versicherungen immanent ist. Gesetzliche und private Krankenversicherung leben davon, viele Versicherte zu haben und so die Kosten Einzelner auf alle zu verteilen. Die privaten Krankenversicherungen müssen außerdem noch mit Gewinn arbeiten, denn sie sind marktwirtschaftlich orientierte private Unternehmen. Viele Anbieter konkurrieren untereinander um die wenigen potentiellen Versicherten. Die Legislative hat dem Beitritt zur privaten Krankenversicherung sehr enge Grenzen gesetzt. So kommen meist nur begüterte Mitmenschen in den Genuß der erweiterten Leistungen der privaten Krankenversicherung.
Die Leistungen der privaten Krankenversicherung unterscheiden sich zum Teil deutlich von denen der gesetzlichen Krankenversicherung. So sind beispielsweise Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer in der Gesetzlichen nicht zu haben. Oder nur mit einer Zusatzversicherung, also doch wieder privat. Nun wird nicht jeder eine Behandlung durch den Chefarzt benötigen. Der Oberarzt oder der jeweils diensthabende Chirurg tun es doch auch. Natürlich, beim Blinddarm spielt es keine Rolle, wer operiert. Es gibt aber Operationen, die wegen ihrer Komplexität nur von Chefärzten ausgeführt werden dürfen. Und genau diese kann dann der nicht für diesen Fall versicherte nicht erhalten.
Beachtenswert ist bei der privaten Krankenversicherung auch, daß sie Antragsteller nur nach einer umfangreichen Gesundheitsprüfung aufnimmt. Diese umfaßt die Selbstauskunft des Versicherten und seine Genehmigung, die behandelnden Ärzte von deren Schweigepflicht zu entbinden. Die private Krankenversicherung wird sich vor Vertragsabschluß genau bei den Ärzten erkundigen und das Risiko, daß sie später leisten muß, exakt kalkulieren. Antragsteller mit Vorerkrankungen fallen dabei oft durch, erhalten keinen Vertrag oder müssen drastische Aufschläge auf den Beitrag leisten, um überhaupt aufgenommen zu werden. Und da das Leistungsrisiko für die private Krankenversicherung mit dem Alter ihrer Vertragspartner immer größer wird, ist der Beitrag auch altersgestaffelt. Und geschlechtsspezifisch; und berufsspezifisch. Die gesetzliche Krankenversicherung hingegen kennt nur einen Einheitsbeitrag.
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