Archive for November, 2011

Betriebliche Altersvorsorge: Was passiert bei einem Jobwechsel?

Posted in Allgemeines Finanzen on November 21st, 2011 by notizzettel – Comments Off Tags: , , , , ,

Die betriebliche Altersvorsorge, eine der am besten geregelten deutschen Vorsorgemöglichkeiten, wird gleichzeitig von den Arbeitnehmern nicht in Gänze verstanden und löst bisweilen Bedenken aus. Vor allem bei einem Jobwechsel machen sich die Beschäftigten Gedanken über die sogenannte Portabilität, also Übertragbarkeit ihrer erworbenen Ansprüche. Dabei ist per Gesetz geregelt, dass und wie sie von einem Arbeitgeber zum nächsten mitgenommen werden. Da der Mechanismus aber tatsächlich komplex ist, sorgt innerhalb der DGbAV (Deutsche Gesellschaft betriebliche Altersvorsorge) eine Clearing-Stelle für den korrekten Ablauf.

Betriebliche Altersvorsorge und Jobwechsel - Aufklärung tut not

Dass die betriebliche Altersvorsorge der Portabilität unterliegt, muss sogar dringend kommuniziert werden - davon sind Stellen wie die DGbAV fest überzeugt. Denn laut Umfragen schließen viele Arbeitnehmer die immerhin staatliche geförderte betriebliche Altersvorsorge nur deshalb nicht ab, weil sie sich über die Portabilität ihrer Ansprüche nicht im Klaren sind. Auch die Unternehmen haben teilweise praktisch-technische Probleme bei der Umsetzung.

Beratung durch die Clearing-Stelle der DGbAV

Innerhalb der DGbAV sorgt die Clearing-Stelle sowohl für die Aufklärung der Arbeitnehmer um die betriebliche Altersvorsorge als auch für die Beratung der Unternehmen hinsichtlich der Portabilität. Letzten Endes kümmert sich die Clearing-Stelle auch um die Übertragung von Ansprüchen, die durch die betriebliche Altersvorsorge in einer Firma erworben wurden.

Das ist zwar im Gesetz verankert, aber praktisch nicht so einfach, denn es müssen sich die beiden Unternehmen - das alte und das neue des Arbeitnehmers - untereinander über die Übertragung verständigen. Hier gibt es verschiedene Vorgehensweisen und Modelle, und es werden Haftungsfragen aufgeworfen (was passiert beispielsweise im Insolvenzfall eines Unternehmens?)

Für den Arbeitnehmer können durch die Übertragung auch Kosten anfallen beziehungsweise ursprüngliche Rentenansprüche gemindert werden. Die DGbAV hat nun für die betriebliche Altersvorsorge eine Lösung entwickelt, die bei der Übertragung den Verwaltungsaufwand erheblich senkt und gleichzeitig die Haftungsrisiken von Arbeitgebern minimiert. Zudem schöpft der Arbeitnehmer trotz eines Unternehmenswechsels seine Ansprüche an die betriebliche Altersvorsorge maximal aus.

Die Vertretung und Verwaltung der Verträge übernimmt in diesem Fall für beide Seiten - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - die DGbAV Clearing-Stelle. Die Lösung wurde für einen Innovationspreis nominiert, den die deutsche Wirtschaft vergibt.

Schnell gewendet

Posted in Fonds on November 19th, 2011 by papageno – Comments Off Tags: , ,

Der Atomausstieg ist beschlossen, Bürgerprotest gegen neue Braunkohlekraftwerke formiert sich. Es ist eindeutig, die Energiewende ist nicht nur beschlossene Sache der Politik, sie ist auch in den Köpfen der Menschen angekommen. Vorbei sind die Zeiten, in denen dem Energiehunger der Wirtschaft – und auch der Menschen an sich – bedenkenlos alles geopfert wurde: Ressourcen und Umwelt. Und auch die Stimmen, die sich gegen Windräder ausgesprochen haben, sind leiser geworden. Die heutige Diskussion dreht sich eher darum, wie man umweltverträglich die erzeugte Energie von einem Punkt zum anderen befördert, ohne landschaftsschädliche Hochspannungstrassen zu ziehen. Oder wie man noch schneller die Klimagase erzeugenden Kraftwerke und Kraftfahrzeuge durch Emissionsarme oder sogar Emissionsfreie Lösungen ersetzt.

Solartechnik, Wasserkraft und Windenergie erleben nicht nur einen Imageschub, sondern auch einen Innovationsanschub, der in kurzer Zeit das möglich machte, was in dreißig Jahren durch die Ökologiebewegung nicht geschafft werden konnte. Gerade Solar und Wind sind die momentanen Lieblinge der Nation. Sie versprechen saubere Energie, die außer den Ressourcen, die zu Ihrer Herstellung und Aufstellung benötigt werden, keine weiteren Quellen benötigen und keine Emissionen erzeugen. Die Ökobilanz dieser Energieerzeuger der Zukunft ist durchaus sehr positiv. Kombiniert man dies auch noch mit der vielzitierten Elekromobilität, so ist ein wichtiger, wie neueste Studien zeigen möglicherweise sogar überlebenswichtiger, Schritt getan. Die Entlastung unserer Atmosphäre vom Klimakiller Kohlendioxid ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre, damit es überhaupt noch eine Zukunft gibt. Schon jetzt purzeln Wärmerekorde und das Wetter spielt verrückt. Wird nicht schnell eingegriffen, werden Überschwemmungskatastrophen zum Normalen. Man darf also getrost fragen, ob die Aufstellung von Windrädern und ihrem möglichen störenden Einfluss auf gelegentlich vorbeiziehende Vogelschwärme tatsächlich diskussionswürdig sind, wenn man die Bilder hundert tausender Wetterflüchtlinge, insbesondere in Asien, dagegensetzt. Oder die Folgen , die ein auch nur geringer Anstieg des Meeresspiegels zum Beispiel auf Bangladesh hätte, wo Millionen Menschen knapp unterhalb des Meeresniveaus leben.