Barack Obama und die deutschen Rentenkassen
Posted in Versicherungsvergleich on Dezember 2nd, 2010 by papageno – Comments Off Tags: Altersvorsorge, Rentenversicherung, Riester, Riester RenteNach seiner Wahl zum Amerikanischen Präsidenten scheint er für viele US-Wähler, aber auch für so manchen Beobachter außerhalb der Vereinigten Staaten, geradezu zu einem leibhaftig auferstandenen Messias geworden zu sein, dem es zweifellos gelingen wird, alle Probleme dieser Welt in seiner Amtszeit zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu lösen. Barack Obama wird als amerikanischer Präsident einer Erwartungshaltung ausgesetzt, die über weite Strecken schon im vornhinein zum Scheitern bestimmt sein wird. Doch wir leben offensichtlich mehr denn je in einer Zeit, die wieder einen Helden braucht, die sich ein Vorbild wünscht und einen starken weltweiten Führer im positiven Sinne, dem wir bereit sind unser Schicksal anzuvertrauen. Auch wenn sich jeder Amerikaner auf der rationalen Seite bewusst sein sollte, dass auch ein charismatischer Präsident immer noch ein Mensch bleibt, der nun eben so viel leisten kann, wie es im jeweiligen politischen Kontext schlichtweg möglich bleibt.
So kann eine solche Begeisterung auf der emotionalen Seite der Menschen doch tatsächlich so manches Bewirken was sich rationell nicht erklären lässt: So spielen in der Börse psychologische Aspekte nicht selten die größere Rolle als die nüchternen Bilanzen der Unternehmen. Und selbst hierzulande könnte eine neue weltweite Welle der Begeisterung auch endlich jenen „Ruck durch Deutschland“ initiieren, den der frühere Bundespräsident Herzog in seiner Amtszeit vergeblich versucht hat, den Menschen nahe zu bringen. Es steht außer Zweifel, dass Barack Obama dazu in der Lage ist, jene Hoffnung in die Zukunft wieder zu entzünden, die so vielen Menschen auch hierzulande längst abhanden gekommen ist. Und diese kann durchaus positive Wirkungen auf so manche Belange unseres Alltages freisetzen. So ist das Vertrauen in die Zukunft eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass sich die Menschen darauf einlassen, eine Familie mit eigenen Kindern zu gründen. Dies alleine könnte schon längerfristig eine demographische Wende und eine Stabilisierung der öffentlichen Rentenkassen zur Folge haben. Zweifellos müssten mindestens 20 Jahre vergehen, bis auch tatsächlich eine neue Generation der berufstätigen Renteneinzahler herangewachsen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte niemand darauf verzichten, sich den eigenen Ruhestand über die Riester Rente zu sichern. Auch weiß niemand, wie lange „Yes we can“ das begeisterte Motte des Westens (und darüber hinaus) bleibt und ob es dem guten Herrn Obama gelingen wird, diese Begeisterung auch während der Geschäfte seines politischen Alltags zu erhalten. Auch bleibt abzuwarten, ob ein solcher „Ruck“ auch tatsächlich soweit wirken wird, um längerfristig die Geburtenrate in Deutschland anzuheben. So bleibt es sicherlich ein guter Rat, das Riester Konzept als Förderrente hierzulande noch lange Zeit beizubehalten.
